Die Gesundheitsförderung im Setting Betrieb gewinnt angesichts des demografischen Wandels, sowie Panoramawandels der Krankheiten und einem Arbeitsweltwandel, der steigenden Arbeitsbeanspruchung und - belastung zunehmend an Bedeutung. Das Setting Betrieb ist somit ein spannendes und wachsendes Berufsfeld für Sportwissenschaftler/ innen (Bachelor, Master, Diplom), Gymnastiklehrer, Physiotherapeuten.
Der DVGS e.V. bietet daher für den Bereich der Gesundheitsförderung im Setting Betrieb Programme, die individuell und branchenübergreifend aufgebaut verschiedene Bereiche wie die der Entspannung (Vermeidung von Erschöpfungszuständen), des Muskelskelettapparats (Multimodales Programm) und des Herzkreislaufs (Vermeidung von Herzkreislauf- Erkrankungen) abdecken, an. Innerhalb des neu erstellten Konzepts des DVGS e.V. „Betrieb bewegt" werden diese Programme angeboten.

Die Programme bauen auf einer Lizenz Rückenschule KddR auf. Die Programme entsprechen den Kriterien des GKV-Leitfadens Prävention (Handlungsfelder und Kriterien des GKV-Spitzenverbandes zur Umsetzung von §§20 und 20a SGB V vom 27.08.2010)
Alle Programme im Setting Betrieb umfassen die epidemiologische Begründung der Konzepte, die aktuelle Evidenz der Interventionen, die ICF-Orientierung (biopsychosozialer Ansatz) mit den Modulen Erleben – Erlernen – Üben/ Trainieren, Motivation/ Volition.

Die neuen BGM Programme:

  • Betrieb Bewegt – Fit to Go
  • Betrieb bewegt- Burnin / Burnout
  • Betrieb Bewegt- „Geht doch!"

Betrieb bewegt
Was ist neu?
Das Thema „Gesundheitsförderung im Betrieb" eignet sich schwerpunktmäßig zur Erreichung von Menschen am Setting Arbeitsplatz. Der Arbeitsplatz ist ein wichtiger Ansatz, das Thema Gesunderhaltung und Vermeidung (arbeitsplatzbedingter ) Erkrankungen zu vermitteln.
Bisherige Programme waren zwischen den Themata „Verhaltensorientierung „ bzw. „ Verhältnisprävention" angesiedelt und folgten einem branchenspezifischen Ansatz.
Je nach Arbeitsplatzanforderung einerseits und Ressourcenstärke oder Ressourcenschwäche des Arbeitnehmers als Individuum changieren jedoch die

  • Möglichkeiten zur Aufrechterhaltung von Gesundheit am Arbeitsplatz bzw.
  • Individuellen Gefährdungen und Risiken des Eintritts einer ( arbeitsplatzbedingten ) Erkrankung.

Standardprogramme mit Inhalten für alle Teilnehmer ( „ Rückenschule im Betrieb „ ) helfen an dieser Stelle nur bedingt, den Präventionsauftrag von Krankenkassen und Betrieben zu erfüllen.
Das vorliegende Programm folgt einem neuen, biopsychosozialen und individuell ausgerichteten Modulprinzip. Die Auswahl der auf den Arbeitnehmer maßgeschneiderten Modulinhalte erfolgt nach Bedarfserhebung und ist an der individuellen Arbeitsplatz und Ressourcensituation des Teilnehmers orientiert.

Betrieb Bewegt – Fit to Go
Zulassungsvoraussetzung: Erfahrungen im Bereich der Betrieblichen Gesundheitsförderung und Rückenschullizenz (DVGS/ KddR).
Das Programm beinhaltet neben dem Hintergrundwissen und der Evidenz zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement auch den biopsychosozialen Ansatz (ICF-Orientierung) mit dem Bezug zu den Steuerungs-, Bewegungs- und Selbstregulationskompetenzen, Lernen – Üben/Trainieren – Erleben/Erfahren.
Das Programm „Fit am Arbeitsplatz" der DAK ist in dem Kurs enthalten und folgt einem biopsychosozialen und individuell ausgerichteten Modulprinzip. Die Auswahl der auf den Arbeitnehmer maßgeschneiderten Modulinhalte erfolgt nach Bedarfserhebung und ist an der individuellen Arbeitsplatz und Ressourcensituation des Arbeitnehmers orientiert.

Betrieb bewegt – Burnin/ Burnout
Zulassungsvoraussetzung: Entspannungslizenz (DVGS) oder Lizenz Rückenschule (DVGS/ KddR)
Das Programm richtet sich schwerpunktmäßig an berufstätige Männer und Frauen mit: drohender Arbeitsunfähigkeit infolge Erschöpfung oder erschöpfungsähnlichen Zustand (Chronisches Burn-Out-Syndrom oder chronische Depressionszustände liegen nicht vor – kein ICD – Codes)

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