Die gesetzliche Rentenversicherung zur Versorgung im Alter wird nicht mehr ausreichen. In dieser Prognose sind sich alle Experten einig. Im Durchschnitt beträgt die staatliche Rente nur etwas mehr als die Hälfte des letzten Nettogehaltes. Die Mitglieder des Deutsche Verbandes für Gesundheitssport und Sporttherapie (DVGS) haben jetzt die Möglichkeit, sich durch eine betriebliche Altersvorsorge in der Pensionskasse abzusichern, und damit auch im Ruhestand ihren gewohnten Lebensstandard zu halten.

uhrzeitDie 35-Stunden-Woche, nun wieder die 40-Stunden-Woche oder gar die 42-Stunden-Woche: Durch die Medienwelt geistern viele Schlagzeilen, die sich mit dem wöchentlichen Umfang der Arbeit befassen. Nicht immer klar wird dabei, welche Regelung individuell gilt und ob es Grenzen nach oben oder unten gibt. Im Folgenden eine paar Hinweise für Bewegungs- und Sporttherapeuten.

unterschriftBevor eine Unterschrift unter einen Arbeitsvertrag geleistet wird, sollte sich jeder klar werden, was er da unterschreibt. Eine Pflicht für die Vertragspartner ist auf jeden Fall,  das Kleingedruckte unter die Lupe nehmen. Neben den Formalien, über die die Gültigkeit des Vertrags bestimmt wird, regeln diese Paragrafen den Inhalt und die Ausgestaltung des Arbeitsalltags.  Dinge wie Urlaub oder Arbeitszeiten sind für keine Seite eine Lappalie, und je klarer alles geregelt ist, umso wahrscheinlicher werden Streitigkeiten oder gar der Gang vor das Arbeitsgericht vermieden.

Die Frage der finanziellen Entlohnung mit der Berücksichtigung beruflicher Erfahrung und bisher vollbrachter Leistungen sind beim Abschluss eines Arbeitsvertrages nicht nur für SporttherapeutInnen von immenser Bedeutung. Im öffentlichen Dienst wie beispielsweise in Kliniken erfolgte die Einstufung lange Jahre nach dem Bundesangestelltentarifvertrag (BAT), der mittlerweile durch den Tarifvertrag öffentlicher Dienst (TVöD) abgelöst wurde. Auch in vielen vergleichbaren therapeutischen und medizinischen Einrichtungen orientierte sich die Bezahlung an dem BAT bzw TVöD.

An dieser Stelle wollen wir Sie in den nächsten Monaten intensiv über arbeitsrechtliche und tarifliche Entwicklungen bei Arbeitsstellen für Sport- und BewegungstherapeutInnen informieren. Sie bekommen einen Einblick in die Vertraggestaltung oder was es mit dem bisherigen BAT und dem neuen TÖFD auf sich hat. „Wir wollen eine kleine Einführung in die verschiedenen Themen bieten“, erklärt Wolfgang Krell, als Geschäftsführender DVGS-Vorstand neben den finanziellen Dingen auch für Tariffragen zuständig. Weitergehende Informationen zu dem Thema sind dann jeweils in der Mitglieder-Area zu finden. Der erste Beitrag beschäftigt sich mit der unterschiedlichen Gestaltung von Verträgen.

Viele Sporttherapeutinnen und Sporttherapeuten sind derzeit freiberuflich aktiv und wie viele andere Selbstständige der Frage unterworfen, ob sie umsatzsteuerpflichtig sind oder nicht. Die Einstufung, ob ihre Leistungen zur Prävention umsatzsteuerpflichtige oder umsatzsteuerfreie Leistungen sind, ist hoch brisant. Die Anfragen-Häufigkeit zeigt, dass viele Finanzämter diese Problematik mittlerweile thematisiert haben. Deshalb wird dieser Punkt in der neuen Rubrik Recht aufgegriffen.