Kongress in Bad Griesbach als Plattform für Wissenstransfer und Ideenaustausch etabliert

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Bad Griesbach/Berlin, 16.10.2017. Vom 11. bis 14. Oktober stand beim f4f-Kongress in Bad Griesbach zum fünften Mal das Thema Gesundheitsförderung von Kindern auf dem Programm. Hochkarätige Experten aus Erziehungs-, Ernährungs-, Sportwissenschaften und Psychologie gaben fachliche Impulse, präsentierten erfolgreiche Projekte der Gesundheitsförderung und diskutierten mit dem aus rund 100 Gästen bestehenden Fachpublikum innovative Ansätze rund um die diesjährigen Themenschwerpunkte des fit4future-Kongresses: „Kita und psychische Gesundheit von Kindern.“, darunter der finnische Psychiater Dr. Ben Furman, Autor von „kids skills“ und der Bewegungsforscher Prof. Dr. Klaus Bös.

Berlin – Deutschlandweit initiieren Universitäten, Turnverbände, Wandervereine, Krankenkassen, Organisationen und viele mehr Projekte zur Verhältnisprävention an Schulen und Kitas. Das Ziel lautet: Übergewicht verhindern. Im Rahmen eines Ideen­wettbewerbs hat die Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. (GVG) jetzt 37 Praxisbeispiele aus 58 Bewerbungen ausgewählt, die besonders vielversprechend erscheinen.

Die ausgewählten Projekte erfüllen die Rahmenbedingungen für ein gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen in Familien, Kindertagesstätten, Schulen, Wohnquartieren, Kommunen oder Freizeiteinrichtungen. In einer Praxisdatenbank können sich Interessierte passende Initiativen zum Schwerpunkt Ernährung, Bewegung oder Stress heraussuchen.

Berlin, August 2017 – Ab Herbst startet im Rahmen des Projekts „Kommunale Gesundheitsmoderation IN FORM" wieder eine bundesweite Workshop-Reihe für Fachkräfte aus dem Kommunalbereich. Im Rahmen der zweitägigen Veranstaltungen werden in Köln (11./12. September 2017), Augsburg (26./27.Oktober 2017) und Berlin (9./10. November 2017) in kleinen interdisziplinären Gruppen praxisrelevante Lösungen für die Verbesserung der kommunalen Gesundheitsförderung erarbeitet. Entsprechend dem Prinzip „voneinander lernen“ steht insbesondere der intensive Erfahrungsaustausch unter den kommunalen Experten im Vordergrund.

Mit hochkarätigen Fachvorträgen und Workshops begeht der SVGS, langjähriger Partner des DVGS, am Freitag den 10. November 2017 in der Schulthess Klinik in Zürich sein 20-jähriiges Jubiläum. Hauptreferent ist dabei DVGS Vorstand Prof. Dr. Gerhard Huber.

DVGS Mitglieder zahlen für die Teilnahme den gleichen Betrag wie SVGS Mitglieder. Den Flyer der Veranstaltung mit Ablauf und Rahmenbedingungen finden Sie hier.

Vor Kurzem ist eine Konsultationsfassung der S3 Leitlinie zum Mammakarzinom erschienen. Zwar handelt es sich dabei noch nicht um eine final autorisierte Leitlinie, aber es lässt sich bereits jetzt sagen, dass die Rolle der Sport- und Bewegungstherapie entscheidend gestärkt werden wird. DVGS Vorstandsmitglied PD Dr. Freerk Baumann war im intensiven Prozess der Leitlinienentwicklung eingebunden. Herr Baumann wurde als Experte hinzugezogen für das Kapitel „Lebensstilfaktoren“ und brachte die mittlerweile umfassende Evidenz zu Bewegung und Brustkrebs ein.

Wie kann Bewegung in der Natur zur Gesundheitsförderung von Kindern und ihren Eltern im Netzwerk von Kitas, Vereinen und Kommunen beitragen?

Eine wichtige Frage, mit der sich der Deutsche Wanderverband gemeinsam mit vier Modellnetzwerken aus verschiedenen Bundesländern beschäftigt hat. Am Dienstag, den 19. September 2017, findet hierzu in Kassel das Symposium „Let’s go – Familien, Kids und Kitas“ statt. Mit Fachvorträgen und den Erfahrungen von Praxisbeispielen wird das gesundheitsfördernde Potenzial von Bewegung in der Natur beleuchtet und welche Rolle es in der Lebenswelt von Kindergartenkindern spielt. Im Fokus dabei stehen dabei die Netzwerkarbeit  und das Ziel, beim Wandern den Spaß an der Bewegung und dem gemeinsamen Draußen-Sein zu fördern und daraus einen positiven Impuls für die langfristige Entwicklung der Kindergesundheit entstehen zu lassen.

…in drei Wochen  können wir nicht zaubern…..

 Die Arbeitsgruppe Bewegungstherapie in der DGRW richtete am 16./17. Juni in Erkner die zweite Fachveranstaltung für Mitarbeiter bewegungstherapeutischer Abteilungen stationärer Rehabilitationseinrichtungen aus. Im  Mittelpunkt stand die Frage, wie Bewegungstherapeuten  (weitestgehend inaktive)  Patienten im Rahmen einer stationären Rehabilitation zur nachhaltigen körperlichen Aktivität anleiten können.

Anlässlich des Kongresses „Gesund aufwachsen“ stellt die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) Berliner Thesen zur Förderung eines gesunden Aufwachsens vor.

Berlin, 15. Mai 2017 – Beim Kongress „Gesund aufwachsen – von erfolgreichen Projekten zu festen Strukturen“ kamen heute in Berlin ca. 280 Experten aus Praxis und Wissenschaft der Gesundheitsförderung zu den Berliner Thesen der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) miteinander ins Gespräch.

„Um Übergewicht erfolgreich entgegenwirken zu können, müssen neben ausgewogener Ernährung und ausreichender Bewegung weitere Faktoren, wie z.B. Tagesrhythmik, Schlaf und psychische Gesundheit berücksichtigt werden“, erläutert Prof. Dr. med. Arya Sharma, Direktor des Canadian Obesity Network und Key Note Speaker des Kongresses. peb Vorstandsvorsitzende Prof. Ulrike Ungerer-Röhrich ergänzt: „Somit sind multifaktorielle Bedingungen zu erfüllen, die Verhalten und Verhältnisse gleichermaßen berücksichtigen. Es geht also um weitgehende Veränderungen des Lebensstils, um Übergewicht gar nicht erst entstehen zu lassen. Im Gegensatz zu einfachen und erfolgreichen Präventionsprogrammen, wie z.B. der Anschnallpflicht im Auto oder Kampagnen zur Zahnhygiene, ist beim Kampf gegen die Übergewichtsentwicklung die gesamte Gesellschaft gefragt – von der Politik, über die Wirtschaft und die Wissenschaft bis hin zur Zivilgesellschaft. Diese gesamtgesellschaftliche Bewegung brauchen wir, um die Berliner Thesen in wirkungsvolle Taten zu übersetzen.“

Mit den Berliner Thesen greift die Plattform Ernährung und Bewegung die entscheidenden Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis auf und gibt Hinweise darauf, wie die Praxis der Gesundheitsförderung verbessert werden kann. Dabei spannen die Berliner Thesen einen Bogen vom Stellenwert des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens der ersten 1.000 Tage für die lebenslange Gewichtsentwicklung über die Verknüpfung von Verhaltens- und Verhältnisprävention in den Lebenswelten von Familien bis hin zur stärkeren Verankerung des Alltagsbewegung und von Maßnahmen gegen den Sitzenden Lebensstil in der Gesundheitsförderung. Darüber hinaus werden die Gemeinschaftsverpflegung und Ernährungsbildung sowie die Erreichbarkeit und Beteiligung von sozial Benachteiligten und der Wert von Projekten zur Entwicklung und Erprobung neuer Ansätze der Gesundheitsförderung (≠ sog. Projektitis) berücksichtigt.

Mit Prof. Arya Sharma und Prof. Rolf Rosenbrock versammelte der Kongress „Gesund aufwachsen“ führende Köpfe der Gesundheitsförderung und Übergewichtsprävention. Silke Burmester und nicht zuletzt die peb-Vorstandsvorsitzende Prof. Ulrike Ungerer-Röhrich zeigen weitere Perspektiven auf. Im Rahmen von themenbezogenen Foren wurden am Nachmittag die „Berliner Thesen zur Förderung eines gesunden Aufwachsens“ vorgestellt und diskutiert.

Der Kongress richtete sich an alle, die Gesundheitsförderung gestalten und ging der Frage nach, wie aus erfolgreichen Projekten zur Förderung eines gesunden Lebensstils nachhaltig wirkende Strukturen entwickelt werden können“, erläutert peb-Geschäftsführerin Dr. Andrea Lambeck.

Prof. Dr. Arya Sharma ist einer der führenden Wissenschaftler zu den Themen Übergewicht und Adipositas weltweit. Er ist Professor für Medizin an der University of Alberta (Edmonton, Kanada) und medizinischer Direktor des kanadischen Adipositasnetzwerks sowie Autor des „Obesity Blog“.

Prof. Dr. Rolf Rosenbrock ist einer der renommiertesten Gesundheitswissenschaftler und Präventionsexperten Deutschlands. Er leitete die Forschungsgruppe Public Health am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und ist heute Vorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes – Gesamtverband.

Die Kolumnistin und Journalistin Silke Burmester ist freie Journalistin, Buchautorin und Dozentin und schreibt über Gesellschaftspolitik, Kultur und Medien u.a. für „Spiegel Online“, Deutschlandradio, „Die Zeit“, „taz“, „Süddeutsche“ und „Manager Magazin“

Turmspringerin Maria Kurjo ist Mitglied der deutschen Nationalmannschaft. Sie startet für den Berliner TSC und wurde bei den Europameisterschaften 2009 Vierte, bei den Europameisterschaften 2011 erreichte sie mit der Bronzemedaille ihre erste internationale Podestplatzierung. Es folgten weitere EM-Medaillen, sowie Teilnahmen bei Weltmeisterschaften und zwei Olympischen Spielen. Zuletzt wurde sie Europameisterin im Turmsynchronspringen.

Die Vorstandsvorsitzende der Plattform Ernährung und Bewegung Prof. Ulrike Ungerer-Röhrich wird mit ihrem Beitrag „Highway to Health“ - Modellprojekte zur Schaffung von Strukturen zur Förderung der Kindergesundheit“ den Vormittag beschließen.

Die vollständigen Berliner Thesen sind unter www.pebonline.de zu finden.

Die Plattform Ernährung und Bewegung e. V. (peb) ist ein Zusammenschluss von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Sport, Eltern und Ärzten. Rund 100 Partner setzen sich aktiv für eine ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung als wesentliche Bestandteile eines gesundheitsförderlichen Lebensstils bei Kindern und Jugendlichen ein. Das Thema „Sitzender Lebensstil“ wird von peb seit mehreren Jahren bearbeitet und kommuniziert.

Das Netzwerk Gesund ins Leben führt gemeinsam mit der Universität Yale und der Nationalen Stillkommission für insgesamt zwei Jahre ein wissenschaftliches Vorhaben zur Stillförderung in Deutschland durch.

Das Ziel des Vorhabens liegt in einer umfassenden Abbildung und Bewertung der Ist-Situation zur Stillförderung in Deutschland und der Ableitung von Handlungsbedarfen (Soll-Ist-Analyse). Die Ergebnisse dienen der gezielten Planung und Begleitung von Maßnahmen zur Stillförderung und zum Stillschutz.

Unter folgendem Link finden Sie die für dieses Vorhaben ausgeschriebene Stelle einer/eines Referentin/Referenten (75% einer Vollzeitstelle für 12 Monate). Die Bewerbungsfrist endet am 06.06.2017: www.ble.de/SharedDocs/Stellenangebote

Die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) erhält für das Projekt GeMuKi eine vierjährige Förderung durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Im Projekt geht es um eine Gesundheitsberatung für Schwangere und junge Eltern, die an bestehende Schwangerschafts- und Kindervorsorgeuntersuchungen andockt. Diese Beratung dreht sich um ausgewogene Ernährung und Bewegung.

Mehr zum Projekt erfahren Sie hier.