…in drei Wochen  können wir nicht zaubern…..

 Die Arbeitsgruppe Bewegungstherapie in der DGRW richtete am 16./17. Juni in Erkner die zweite Fachveranstaltung für Mitarbeiter bewegungstherapeutischer Abteilungen stationärer Rehabilitationseinrichtungen aus. Im  Mittelpunkt stand die Frage, wie Bewegungstherapeuten  (weitestgehend inaktive)  Patienten im Rahmen einer stationären Rehabilitation zur nachhaltigen körperlichen Aktivität anleiten können.

Anlässlich des Kongresses „Gesund aufwachsen“ stellt die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) Berliner Thesen zur Förderung eines gesunden Aufwachsens vor.

Berlin, 15. Mai 2017 – Beim Kongress „Gesund aufwachsen – von erfolgreichen Projekten zu festen Strukturen“ kamen heute in Berlin ca. 280 Experten aus Praxis und Wissenschaft der Gesundheitsförderung zu den Berliner Thesen der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) miteinander ins Gespräch.

„Um Übergewicht erfolgreich entgegenwirken zu können, müssen neben ausgewogener Ernährung und ausreichender Bewegung weitere Faktoren, wie z.B. Tagesrhythmik, Schlaf und psychische Gesundheit berücksichtigt werden“, erläutert Prof. Dr. med. Arya Sharma, Direktor des Canadian Obesity Network und Key Note Speaker des Kongresses. peb Vorstandsvorsitzende Prof. Ulrike Ungerer-Röhrich ergänzt: „Somit sind multifaktorielle Bedingungen zu erfüllen, die Verhalten und Verhältnisse gleichermaßen berücksichtigen. Es geht also um weitgehende Veränderungen des Lebensstils, um Übergewicht gar nicht erst entstehen zu lassen. Im Gegensatz zu einfachen und erfolgreichen Präventionsprogrammen, wie z.B. der Anschnallpflicht im Auto oder Kampagnen zur Zahnhygiene, ist beim Kampf gegen die Übergewichtsentwicklung die gesamte Gesellschaft gefragt – von der Politik, über die Wirtschaft und die Wissenschaft bis hin zur Zivilgesellschaft. Diese gesamtgesellschaftliche Bewegung brauchen wir, um die Berliner Thesen in wirkungsvolle Taten zu übersetzen.“

Mit den Berliner Thesen greift die Plattform Ernährung und Bewegung die entscheidenden Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis auf und gibt Hinweise darauf, wie die Praxis der Gesundheitsförderung verbessert werden kann. Dabei spannen die Berliner Thesen einen Bogen vom Stellenwert des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens der ersten 1.000 Tage für die lebenslange Gewichtsentwicklung über die Verknüpfung von Verhaltens- und Verhältnisprävention in den Lebenswelten von Familien bis hin zur stärkeren Verankerung des Alltagsbewegung und von Maßnahmen gegen den Sitzenden Lebensstil in der Gesundheitsförderung. Darüber hinaus werden die Gemeinschaftsverpflegung und Ernährungsbildung sowie die Erreichbarkeit und Beteiligung von sozial Benachteiligten und der Wert von Projekten zur Entwicklung und Erprobung neuer Ansätze der Gesundheitsförderung (≠ sog. Projektitis) berücksichtigt.

Mit Prof. Arya Sharma und Prof. Rolf Rosenbrock versammelte der Kongress „Gesund aufwachsen“ führende Köpfe der Gesundheitsförderung und Übergewichtsprävention. Silke Burmester und nicht zuletzt die peb-Vorstandsvorsitzende Prof. Ulrike Ungerer-Röhrich zeigen weitere Perspektiven auf. Im Rahmen von themenbezogenen Foren wurden am Nachmittag die „Berliner Thesen zur Förderung eines gesunden Aufwachsens“ vorgestellt und diskutiert.

Der Kongress richtete sich an alle, die Gesundheitsförderung gestalten und ging der Frage nach, wie aus erfolgreichen Projekten zur Förderung eines gesunden Lebensstils nachhaltig wirkende Strukturen entwickelt werden können“, erläutert peb-Geschäftsführerin Dr. Andrea Lambeck.

Prof. Dr. Arya Sharma ist einer der führenden Wissenschaftler zu den Themen Übergewicht und Adipositas weltweit. Er ist Professor für Medizin an der University of Alberta (Edmonton, Kanada) und medizinischer Direktor des kanadischen Adipositasnetzwerks sowie Autor des „Obesity Blog“.

Prof. Dr. Rolf Rosenbrock ist einer der renommiertesten Gesundheitswissenschaftler und Präventionsexperten Deutschlands. Er leitete die Forschungsgruppe Public Health am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und ist heute Vorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes – Gesamtverband.

Die Kolumnistin und Journalistin Silke Burmester ist freie Journalistin, Buchautorin und Dozentin und schreibt über Gesellschaftspolitik, Kultur und Medien u.a. für „Spiegel Online“, Deutschlandradio, „Die Zeit“, „taz“, „Süddeutsche“ und „Manager Magazin“

Turmspringerin Maria Kurjo ist Mitglied der deutschen Nationalmannschaft. Sie startet für den Berliner TSC und wurde bei den Europameisterschaften 2009 Vierte, bei den Europameisterschaften 2011 erreichte sie mit der Bronzemedaille ihre erste internationale Podestplatzierung. Es folgten weitere EM-Medaillen, sowie Teilnahmen bei Weltmeisterschaften und zwei Olympischen Spielen. Zuletzt wurde sie Europameisterin im Turmsynchronspringen.

Die Vorstandsvorsitzende der Plattform Ernährung und Bewegung Prof. Ulrike Ungerer-Röhrich wird mit ihrem Beitrag „Highway to Health“ - Modellprojekte zur Schaffung von Strukturen zur Förderung der Kindergesundheit“ den Vormittag beschließen.

Die vollständigen Berliner Thesen sind unter www.pebonline.de zu finden.

Die Plattform Ernährung und Bewegung e. V. (peb) ist ein Zusammenschluss von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Sport, Eltern und Ärzten. Rund 100 Partner setzen sich aktiv für eine ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung als wesentliche Bestandteile eines gesundheitsförderlichen Lebensstils bei Kindern und Jugendlichen ein. Das Thema „Sitzender Lebensstil“ wird von peb seit mehreren Jahren bearbeitet und kommuniziert.

Das Netzwerk Gesund ins Leben führt gemeinsam mit der Universität Yale und der Nationalen Stillkommission für insgesamt zwei Jahre ein wissenschaftliches Vorhaben zur Stillförderung in Deutschland durch.

Das Ziel des Vorhabens liegt in einer umfassenden Abbildung und Bewertung der Ist-Situation zur Stillförderung in Deutschland und der Ableitung von Handlungsbedarfen (Soll-Ist-Analyse). Die Ergebnisse dienen der gezielten Planung und Begleitung von Maßnahmen zur Stillförderung und zum Stillschutz.

Unter folgendem Link finden Sie die für dieses Vorhaben ausgeschriebene Stelle einer/eines Referentin/Referenten (75% einer Vollzeitstelle für 12 Monate). Die Bewerbungsfrist endet am 06.06.2017: www.ble.de/SharedDocs/Stellenangebote

Die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) erhält für das Projekt GeMuKi eine vierjährige Förderung durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Im Projekt geht es um eine Gesundheitsberatung für Schwangere und junge Eltern, die an bestehende Schwangerschafts- und Kindervorsorgeuntersuchungen andockt. Diese Beratung dreht sich um ausgewogene Ernährung und Bewegung.

Mehr zum Projekt erfahren Sie hier.

Zu viel Sitzen ist gesundheitsschädlich, dafür gibt es mittlerweile viele wissenschaftliche Belege. Die Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung (NEBB), welche der DVGS unterstützt, geben daher für Kinder und Jugendliche die unmissverständliche Direktive aus: „Vermeidbare Sitzzeiten sollten auf ein Minimum reduziert werden“ (siehe www.bewegungsempfehlungen.de)

Es ist wieder an der Zeit für den interdisziplinären RehaKongress, welchen die RehaZentren Baden-Württemberg alljährlich ausrichten. Dieses Jahr steht die Veranstaltung unter dem Motto „Psychosomatik und Neurologie. Am Puls von Wissenschaft und Praxis“. Der DVGS ist Partner des Kongresses.
Hier gelangen Sie zum Programmflyer und hier zur allgemeinen Webseite: www.rehakongress.de

Die Bewegungstherapie ist ein zentraler, wenn nicht der zentralste Bestandteil der medizinischen Rehabilitation. Ganz in diesem Zeichen veranstaltet die Deutsche Rentenversicherung Bund zusammen mit der Arbeitsgruppe „Bewegungstherapie“ der DGRW auch dieses Jahr wieder eine Fachtagung „Bewegungstherapie in der medizinischen Rehabilitation“. Die Tagung richtet sich dabei auch gezielt an Sport- und Bewegungstherapeut*innen sowie Physiotherapeut*innen.
Der DVGS wird sich intensiv an der Fachtagung beteiligen und stellt mit Vorstand Prof. Dr. Gerhard Huber auch einen der Hauptreferenten.
Hier finden Sie Hintergrund, Ankündigung und Programm.

Wie können aus erfolgreichen Projekten zur Förderung eines gesunden Lebensstils nachhaltig wirkende Strukturen entwickelt werden?

Berlin, 1. März 2017 – Am 15. Mai 2017 richtet die Plattform Ernährung und Bewegung in Berlin den Kongress „Gesund aufwachsen – von erfolgreichen
Projekten zu festen Strukturen“ aus. Mit Prof. Arya Sharma und Prof. Rolf Rosenbrock beleuchten führende Köpfe der Gesundheitsförderung und Übergewichtsprävention die Projekte und Strukturen zur Förderung eines gesunden Lebensstils. Silke Burmester und nicht zuletzt die peb-Vorstandsvorsitzende Prof. Ulrike Ungerer-Röhrich zeigen weitere Perspektiven auf. Im Rahmen von themenbezogenen Foren werden am Nachmittag die „Berliner Thesen zur Förderung eines gesunden Aufwachsens“ vorgestellt und diskutiert.

7. Internationales Symposium Herzfrequenzvariabilität: Methoden und Anwendungen in Sportwissenschaft, Arbeits- und Intensivmedizin sowie Kardiologie
4. März 2017 in Halle (Saale)

Prof. Dr. Kuno Hottenrott, Prof. Dr. med. Irina Böckelmann, Prof. Dr. med. Hendrik Schmidt

Das 7. Internationale Symposium zur Herzfrequenzvariabilität und autonomen Funktion gibt einen aktuellen Überblick zur rasant fortschreitenden Entwicklung in Methoden und Anwendungen der HRV in Sportwissenschaft, Arbeits- und Intensivmedizin sowie Kardiologie. Im Rahmen von Impulsvorträgen, Kurzbeiträgen und Posterpräsentationen werden die wechselseitigen Bezüge zwischen physiologischen Grundlagen, methodischen Ansätzen und aktuellen Anwendungen aufgezeigt und praxisnah diskutiert.

Weltgesundheitsorganisation und Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS kooperieren bei der Übergewichtsprävention

Im Rahmen einer Festveranstaltung im Kaminsaal des Bremer Rathauses wurde die Ernennung des BIPS zum WHO Collaborating Centre gefeiert (v.l.: Hildegard Westphal – Leibniz-Gemeinschaft, Wolfgang Ahrens – BIPS, Eva Quante-Brandt – Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz, Iris Pigeot – BIPS, João Breda – WHO, Ute Winkler – Bundesministerium für Gesundheit, Andreas Breiter – Universität Bremen; Bild: Nils Ehrenberg).Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat dem Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS eine große Ehre zuteilwerden lassen – die Ernennung zum WHO Collaborating Centre for Obesity Prevention, Nutrition and Physical Activity. Als Kollaborationszentren wählt die WHO wissenschaftliche Einrichtungen aus, die die fachliche Arbeit der WHO unterstützen. Der internationale Kreis der Collaborating Centres, zu denen das BIPS als einzige Einrichtung im Land Bremen nun zählt, berät die WHO, sammelt und analysiert Daten und hilft bei der Entwicklung internationaler Gesundheitsrichtlinien.