BVPG verbessert Transparenz in der Qualitätsentwicklung von Prävention und Gesundheitsförderung und fördert Möglichkeiten gemeinsamen Handelns
15.09.2011/Berlin
Gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) Mitte September 2011 die Statuskonferenz „Qualitätsentwicklung in Prävention und Gesundheitsförderung“ in Berlin ausgerichtet. Vertreter und Vertreterinnen von mehr als 40 Mitgliedsorganisationen der BVPG nahmen an der Konferenz teil und informierten sich über aktuelle Entwicklungen in der Qualitätssicherung.
Wie für „Prävention und Gesundheitsförderung“ insgesamt, gilt auch für die Qualitätsentwicklung (QE) in diesem Feld: es herrschen bunte Vielfalt und Unübersichtlichkeit bei den Instrumenten und Verfahren sowie bei den Akteuren und Zuständigkeiten. Deshalb wird immer wieder gefordert, den Sprachgebrauch in der QE zu vereinheitlichen, die Forschung zu und die (Weiter-)Entwicklung von Instrumenten und Verfahren zu intensivieren, Transparenz über Verfahren und Instrumente herzustellen, den Wissens- und Know-how-Transfer auszubauen sowie die Aktivitäten zu koordinieren.
An zwei Punkten, „Sprachgebrauch“ und „Transparenz“, setzen die derzeitigen Aktivitäten der BVPG an.
In einer qualitativen Befragung ausgewählter Mitgliedsorganisationen wird gerade eruiert, wie zentrale Begrifflichkeiten verstanden und verwendet werden und welche Möglichkeiten es für ein gemeinsames Vorgehen im Hinblick auf QE in Prävention und Gesundheitsförderung gibt. Erste Ergebnisse der Befragung weisen darauf hin, dass hier ein Konsens möglich ist. Diese „Einheit in der Vielfalt“ soll in einem für 2012 geplanten entsprechenden Positionspapier der Bundesvereinigung dokumentiert werden.
Mit der im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit entwickelten IN FORM-Toolbox „Qualität“ hat die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung darüber hinaus einen Beitrag zu einem niedrigschwelligen Informationsangebot geleistet. Die derzeit bedeutsamsten öffentlichen Verfahren zur Qualitätsentwicklung werden in der Toolbox transparent und übersichtlich dargestellt – viele von ihnen werden zudem durch ein Anwendungsbeispiel näher erläutert. Diese „Toolbox“ soll noch in diesem Jahr – vermutlich auf dem IN FORM-Vernetzungsworkshop am 21./22. November – freigeschaltet werden. Sie soll dann für alle Interessierten über die Homepage des Nationalen Aktionsplans IN FORM zugänglich sein.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung machte in ihren Vorträgen deutlich, dass sie in der Vergangenheit eine Vielzahl, auf individuelle Besonderheiten ausgerichtete Instrumente und Verfahren zur Qualitätssicherung entwickelt und gefördert hat. Auch ihre eigenen Kampagnen und Programme durchlaufen interne Qualitätssicherungsprozesse, um eine größtmögliche Wirkung zu erzielen.
In der Diskussion mit den Konferenzteilnehmern und -teilnehmerinnen wurden die bisherigen Maßnahmen der BVPG und der BZgA als zielführend gewürdigt. Weiteren Bedarf sahen die Diskutierendenvor allem in der praktischen Begleitung und Beratung einzelner Projekte. Die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung verabredeten, hierzu ihren Austausch zu intensivieren.
Die ausführliche Dokumentation der BVPG-Statuskonferenz „Qualitätsentwicklung in Prävention und Gesundheitsförderung e.V.“ wird im Rahmen der Publikationsreihe „Statusbericht“ erscheinen und kann über die Geschäftsstelle der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. kostenfrei bestellt werden.
Kontakt: Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) Felix Lüken Heilsbachstraße 30 53123 Bonn fl@bvpraevention.de
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