Aktionstag „Bewegte Kinder. Beste Zukunft.“ DAK und DVGS fordern mehr Bewegung und Sport für Kinder – keine Ausgrenzung chronisch kranker Kinder vom Schulsport.
Für eine gesunde Entwicklung brauchen Kinder viel Bewegung. Doch was einst selbstverständlich war, gerät heute immer mehr ins Hintertreffen. Es gibt immer mehr dicke Kinder mit mehrfachen – meist chronischen -Erkrankungen wie Asthma oder Diabetes mellitus. Und das leider schon vor der Einschulung.
Die DAK hat gemeinsam mit Experten des Deutschen Verbandes für Gesundheitssport und Sporttherapie (DVGS) die Aktion: „Bewegte Kinder. Beste Zukunft.“ entwickelt. Gerhard Huber von der Universität Heidelberg, Experte auf dem Gebiet der Bewegungsförderung von Kindern, wird am Aktionstag vor Ort sein: „Kinder und auch deren Eltern sollen dabei erfahren, dass Bewegung nicht immer anstrengend sein muss und Freude machen kann. Gerade chronisch kranke Kinder sollen nicht nur „auch“ am Sport teilnehmen, sondern für sie ist Bewegung und Sport lebenswichtig. Leider werden auch heute noch viele chronisch erkrankte Kinder vom Schulsportunterricht befreit. Ein Zeichen für das hohe Informationsdefizit bei Lehrern, das fast schon an Fahrlässigkeit grenzt.“
Die Bewegungsaktion für gesunde und chronisch kranke Kinder findet am 22. August im ALCINO-Kindertobeland in Adendorf statt, wo jede Menge bewegende Überraschungen auf Kinder im Alter von 5 bis 13 Jahren warten. Kinder können an Teststationen erfahren, wie fit sie sind. Oder im Deltaparcours heraus finden, wie lange man Trampolinspringen muss, um eine Kugel Eis zu verbrauchen. Natürlich gibt es auch einen Funparcours – denn Bewegung muss nicht immer zweckgebunden sein, sondern macht einfach Spaß.
„Herumtollen macht glücklich und zufrieden“, sagt DAK- Landeschefin Regina Schulz. „Bewegte Kinder lernen leichter und konzentrieren sich besser.“ Nach einer aktuellen DAK-Studie haben Übergewicht und motorische Defizite in den vergangenen zehn Jahren stark zugenommen. Das ergab eine bundesweite Forsa-Befragung* von 100 Kinder- und Jugendärzten im Auftrag der Krankenkasse. Als Hauptursachen für die Zunahme der Gesundheitsprobleme werden fehlende Bewegung, schlechte Ernährung und intensive Computernutzung genannt. „Unsere Kinder sind Weltmeister am PC, scheitern aber oft schon beim Purzelbaum“, kommentiert Regina Schulz. „Wir müssen unsere Kinder mit dem „Bewegungsvirus“ infizieren. Deshalb sollten Eltern auch immer Vorbild sein – beim Sport und bei der Gesundheit.“
Während die Kleinen Fitness pur genießen, können sich Eltern beim 2 Kilometer Walktest oder im Testmobil checken lassen: Blutzucker, Körperfett oder andere Parameter können kostenfrei getestet werden. Vielleicht finden dann Eltern und Kinder künftig gemeinsam zur Bewegung. „Wir wollen bei allen Beteiligten, Kindern und Eltern, Nutzerbarrieren abbauen. Dies ist das Ziel der Veranstaltung, die gemeinsam von DVGS und DAK konzipiert wurde.“, so Gerhard Huber.
Neben den sportlichen Aktivitäten der kleinen Sportler haben die Eltern Gelegenheit, sich in persönlichen Gesprächen mit den Bewegungsexperten vor Ort zu beraten. Weiterhin werden in kleinen Vorträgen die Themen: „Warum Kinder Bewegung brauchen“; „Risiko – Bewegungsmuffel?!“ und „Asthma und Bewegung“ angesprochen. Für die fachlichen Beratungen stehen folgende Sportwissenschaftler zur Verfügung: Prof. Dr. Petra Wagner und Dr. Katharina Eckert von der Universität Leipzig, Dr. Udo Niesten-Dietrich vom ALCEDO in Lüneburg sowie Prof. Dr. Gerhard Huber von der Universität Heidelberg.
Seit neuestem ist der DVGS Pate für das Wort „Sporttherapie“. Was eine Wortpatenschaft bedeutet und welche Aufgaben damit verbunden sind, lesen Sie hier.