BVPG fordert strukturelle Verfestigung von Gesundheitsförderung und Prävention
17.03.10 Die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e. V. (BVPG) appelliert an die politisch Verantwortlichen in der 17. Legislaturperiode: Die Berücksichtigung von Prävention und Gesundheitsförderung muss ressortübergreifendes Prinzip auf allen Ebenen politischen Handelns werden. Die Gestaltung des Lebensumfeldes nach muss dabei nach gesundheitsfördernden Gesichtspunkten beachtet werden. Dafür hat die BVPG mit dem Strategiepapier „Potential Gesundheit“ aktuelle Empfehlungen herausgegeben, die seit der Mitgliederversammlung im Mai 2009 erarbeitet wurden.
Die BVPG hat 130 bundesweit aufgestellte Mitgliedsvereine, dazu gehört auch der Deutsche Verein für Gesundheitssport (DVGS). Für den DVGS sitzt Prof. Dr. Klaus Pfeifer als delegiertes Vorstandsmitglied in der Bundesvereinigung. Während der DVGS schon seit 1995 über entsprechende Expertise in Fragen des Qualitätsmanagements und der Qualitätssicherung verfügt, wird jetzt die Forderung nach einem neuen Gesetzesvorhaben zur Gesundheitsförderung laut. Zentrales Element des Appells der BVPG ist die Verankerung von „Gesundheitsförderung und Prävention“ in der Politik. Dafür sollten neben dem Bundesgesundheitsministerium alle Ressorts auf kommunaler Ebene, auf Landes- und auf Bundesebene Verantwortung tragen. Das Thema „Gesundheit“ kann nur Erfolg versprechend behandelt werden, wenn die Maßnahmen für den Akutversorgungs-, Rehabilitations-- und Pflegebereich stärker ausgebaut, weiterentwickelt und strukturell verfestigt werden.
Vor diesem Hintergrund empfiehlt die BVPG in ihrem Strategiepapier, die Transparenz zu „Prävention und Gesundheitsförderung“ zu erhöhen. Welche Maßnahmen und Programme dienen bereits der Prävention und Gesundheitsförderung? Erforderlich sei eine Bestandsaufnahme in den jeweiligen Bundes- und Landesressorts, die zeigt, ob und in welchem Ausmaß Prävention und Gesundheitsförderung bereits jetzt schon impliziter Bestandteil laufender Maßnahmen und Programme der Ressorts sind.
Bund, Länder und Kommunen verfügen zum Teil bereits über bewährte Beratungs-, Entscheidungs-, Umsetzungs- und Überprüfungsstrukturen. Unter der Empfehlung „Vorhandene Strukturen nutzen und diese weiterentwickeln“, sollen diese existierenden Strukturen als Ausgangsbasis für die Gestaltung der Zukunftsaufgabe „Potential Gesundheit“ betrachtet werden.
Als dringend erforderlich sieht es die BVPG auch an, dass der Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung entsprechende Ressourcen von der Öffentlichen Hand erhält. Die Empfehlung „Qualität sichtbar machen – Wirksamkeit nachweisen – Zielorientierung verbessern“ beinhaltet weiterhin, dass die Bundesregierung zukünftig setting bezogene „Gesundheitsförderungs- und Präventionsberichte“ veranlasst. Die klassische Gesundheitsberichterstattung soll zudem um sogenannte Gesundheitspotential-Faktoren erweitert werden.
Seit neuestem ist der DVGS Pate für das Wort „Sporttherapie“. Was eine Wortpatenschaft bedeutet und welche Aufgaben damit verbunden sind, lesen Sie hier.
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