Ulla Schmidt zieht Zwischenbilanz zum Nationalen Krebsplan
07.07.2009 Pro Jahr erkranken mehr als 400.000 Menschen an Krebs, über 200.000 Menschen sterben an dieser Krankheit. Nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist Krebs die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Der Nationale Krebsplan will die Aktivitäten aller an der Krebsbekämpfung Beteiligten wirksamer aufeinander abstimmen und ein zielorientiertes Vorgehen forcieren. Gerade der Deutsche Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie will mit Hilfe von Bewegungstherapie und entsprechend neuer Programme den Kampf gegen Krebs stärken.
Auf der ersten Nationalen Krebskonferenz hat Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt nun eine Zwischenbilanz zum Nationalen Krebsplan gezogen. „Es kommt nun darauf an, dass wir alle Kapazitäten und Qualifikationen bündeln. Zum Beispiel müssen die Spezialisten im ambulanten und stationären Bereich enger zusammen arbeiten. Eine gute Versorgung setzt voraus, dass Vorsorge, Behandlung und Nachsorge optimal gestaltet werden", so Ulla Schmidt. Die Bundesgesundheitsministerin betonte weiterhin, trotz großer Fortschritte bei Früherkennung, Diagnostik und Therapie, die die Überlebenschancen und die Lebensqualität krebskranker Menschen in Deutschland in den letzten Jahrzehnten erheblich verbessert haben, vor wachsenden Herausforderungen zu stehen.
Die Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung nahm auf der Nationalen Krebskonferenz einen großen Stellenwert ein. Spezielle Informationsangebote sollen für diejenigen Personengruppen angeboten werden, die nicht oder nur sehr unregelmäßig die Früherkennungsmaßnahmen wahrnehmen. Außerdem muss die ärztliche Fortbildung in der Krebsfrüherkennung verbessert werden. Zudem muss sichergestellt sein, dass auch außerhalb von Zentren eine hochwertige onkologische Versorgung angeboten wird.
„Wir haben in Deutschland erfolgreich ein flächendeckendes organisiertes Mammographie-Screening für über 10 Millionen Frauen eingeführt, das höchsten Qualitätsanforderungen genügt. Damit verfügt Deutschland über eines der größten und modernsten Brustkrebsfrüherkennungsprogramme weltweit. Nach diesem Vorbild werden wir auch die bestehenden Früherkennungsprogramme für Gebärmutterhalskrebs und Darmkrebs organisatorisch weiterentwickeln", versprach Ulla Schmidt.
Auch die Stärkung der Patientenorientierung spielt eine zentrale Rolle im Nationalen Krebsplan. Durch die Gründung des internetbasierten „Netzwerk Krebsinformation“ sollen an Krebs erkrankte Menschen und ihre Angehörigen auf verständliche und seriöse Informations-, Beratungs- und Hilfsangebote zurückgreifen können. Zudem geplant ist die Einrichtung einer bundesweit einheitlichen gebührenfreien Telefonnummer als zentrale Anlaufstelle für Hilfesuchende.
Seit neuestem ist der DVGS Pate für das Wort „Sporttherapie“. Was eine Wortpatenschaft bedeutet und welche Aufgaben damit verbunden sind, lesen Sie hier.
DVGS-Newsletter
Melden Sie sich zum kostenlosen DVGS-Newsletter an und Sie erhalten die Neuigkeiten rund um den DVGS per E-Mail.
Anmelden
DVGS Mitglied werden
Jetzt DVGS-Mitglied werden und zahlreiche Vorteile genießen. Hier finden Sie die Informationen zur Mitgliedschaft.