DAK bietet ab sofort Zusatzprogramm Bewegung zu den Programmen DMP Mammakarzinom und Diabetes mellitus Typ II an
17.06.2009

Der DVGS und die DAK tragen den positiven Erkenntnissen der Pilotkurse „ Bewegung und Sport bei Diabetes mellitus Typ 2“ Rechnung: Das Kursangebot wird ab sofort bundesweit allen an Diabetes mellitus Typ 2 erkrankten Versicherten als exklusive Mehrleistung angeboten. Das Angebot steht auch interessierten Fremdversicherten offen. Zudem wird es ein Zusatzprogramm Bewegung zu den Programm DMP Mammakarzinom geben.

Auf der Grundlage einer evidenzbasierten Medizin und im Sinne einer biopsychosozial ausgerichteten Versorgung ist dieses Bewegungsprogramm exklusiv für die DAK entwickelt worden. Für die Umsetzung besteht zwischen der DAK und dem Deutschen Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie e. V. (DVGS) eine enge Kooperation. So sind die Kursleiter ausgebildete Sporttherapeuten. Im Rahmen der Kooperation zwischen der DAK und dem DVGS übernimmt ausnahmslos der DVGS die Prüfung, Qualifizierung und Zulassung der Kursleiter bzw. Einrichtungen.

Körperliche Aktivität ist die beste Diabetesprävention und zeigt auch bei Brustkrebspatientinnen sowohl während der Behandlung als auch als Nachfolgetherapie beste Ergebnisse. Im Herbst 2007 startete die DAK an den Pilotstandorten Hamburg, Köln, München und Berlin ein speziell konzipiertes Bewegungsprogramm des DVGS für an Brustkrebs erkrankte Frauen. In Pilotprogrammen für an Diabetes mellitus Typ II Erkrankte wurde in einem Zeitraum von drei Monaten im vergangenen Jahr an 20 Standorten u.a. in Heidelberg, Hamburg, Erlangen und München mit insgesamt 248 Teilnehmern 54.560 Einzeldaten erfasst.

Die Ergebnisse belegen die Effektivität der Programme und zeigen, dass ein strukturiertes Bewegungsprogramm die körperliche Rollenfunktion, die Ausdauerfähigkeit und den Umfang der körperlichen Aktivität deutlich verbessert. Die epidemiologisch begründeten und evidenzbasierten Pilotprogramme wurden durch das Institut für Sport und Sportwissenschaften an der Universität Heidelberg evaluiert. Die Evaluationsergebnisse beider Programme liegen vor.
 
Durch  eine dauerhafte Behandlung mit Bewegungsprogrammen und Vernetzung mit weiterführenden Angeboten kann das Gesundheitssystem ein Großteil der Kosten einsparen. Deutschlandweit sind beispielsweise ca. 8 Prozent der Versicherten an Diabetes erkrankt und verursachen anfänglich 12 Prozent der Gesamtausgaben. Durch mehr Bewegung im Alltag verbessert der Versicherte seine körperliche Fitness und Lebensqualität.

Für die Dauer der Pilotphase hat das Institut für Sport- und Sportwissenschaften der Universität Heidelberg, unter Leitung von Prof. Gerhard Huber, das Bewegungsprogramm auf seine Wirksamkeit hin wissenschaftlich untersucht.


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